Bindung und Beziehung im Klassenzimmer – ein Workshop für Lehrerkollegien

Nur mit einem guten Gefühl kann das Gehirn optimal arbeiten. Stress, Ärger, Angst und Müdigkeit machen im wahrsten – wissenschaftlichen – Sinne „dumm“.

Seitdem die Grundlagenforschung mit Hilfe bildgebender Verfahren den Prozess des Lernens zunehmend entschlüsselt, wissen wir: Ein gutes Gefühl ist die Grundlage für eine bestmögliche Nutzung intellektueller Fähigkeiten.
Bleibt die Frage, wie angesichts überfüllter Klassen, demotivierter Schüler und zeitraubender Verwaltungstätigkeiten gute Gefühle aufgebaut werden können?

Eine grundlegende Voraussetzung für eine positive Grundstimmung innerhalb des Klassenraums ist eine gute Beziehung zwischen Lehrern und Schülern.

Diese Beziehung wird zum Großteil von der Mimik, Gestik, Körperhaltung, der Stimme und dem Blickkontakt geprägt – von Reizen, die wir ohne Unterlass aussenden und empfangen und die unerkannt Aktionen und Reaktionen bestimmen.
Dieses unbewusste Verhalten orientiert sich in direkter Weise an den jeweiligen Zielen einer Person. Je nachdem, welches Oberziel vorherrscht, richtet sich die Eigensteuerung des Agierenden aus – zumeist völlig unbewusst. Werden die Ziele klar definiert, können unbewusste Signale und somit die Interaktion zwischen Lehrern und Schülern beeinflusst werden.

Für Lehrer gilt es, eine Vielzahl an Zielen gleichzeitig zu verfolgen. Wie die Ziele „Bindung“ oder „Beziehung“ anhand kleiner Eingriffe in den Schulalltag eingebunden und verfolgt werden können, erfahren Sie im Workshop „Bindung und Beziehung im Klassenzimmer“.

Methodik

  • Vortrag – Theorie, Fakten, Studien, Videobeispiele
  • Selbsterfahrung – Zielanalyse, Blickkontakt, Lob und Grenzsetzung im Rollenspiel (Kleingruppen)
  • Erfahrungsaustausch (Plenum)
  • Rollenspiel mit anschließender Videoauswertung (Plenum)
  • Trainingseinheiten – Rollenspiel und Videoauswertung (Kleingruppen)
  • Abschlussbesprechung – Fragen und Feedback

Gesamtdauer

  • Je nach Anzahl der Trainingseinheiten vier bis acht Stunden

Voraussetzung

  • Beamer für Videopräsentation im Plenum
  • Videokamera (ggf. Handy) und Videoabspielgerät/Monitor für Kleingruppenarbeit

 

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